Sprühflutanlagen
Stationäre Löschanlagen für umfassenden Flächenschutz.
Sprühflutanlagen – Stationäre Löschanlagen für umfassenden Flächenschutz.
Definition / Grundprinzip
Sprühflutanlagen sind stationäre Löschanlagen, die im Gegensatz zu Sprinkleranlagen alle Düsen gleichzeitig öffnen können.
Sie dienen vor allem dem schnellen Fluten eines gesamten Bereichs mit Löschwasser und werden bei besonderen Brandrisiken eingesetzt.
Schnelle Aktivierung für maximale Löschwirkung.
Funktionsweise
- Die Düsen sind dauerhaft geöffnet (keine Glasampullen oder Schmelzlot).
- Die Auslösung erfolgt über eine Brandmeldeanlage oder manuell.
- Bei Alarm öffnet das Steuer- oder Alarmventil, und Wasser wird gleichzeitig durch alle Düsen in den Schutzbereich abgegeben.
- Dadurch entsteht eine Art „Wasserwand" oder „Wassernebelvorhang", der Brände löscht oder die Ausbreitung verhindert.
Überall dort, wo höchste Brandgefahr besteht.
Einsatzbereiche
- Bereiche mit explosionsgefährdeten Stoffen (Chemieanlagen, Tanklager)
- Kraftwerke, Turbinenhallen
- Bereiche, wo ein schneller Flächenschutz wichtig ist
Vor- und Nachteile
- Vorteile
- Sehr schnelle und flächendeckende Brandbekämpfung
- Besonders wirksam gegen explosionsartige Brandereignisse
- Einsatz auch als Kühlanlage (z. B. bei Tankwänden)
- Nachteile
- Sehr hoher Wasserverbrauch
- Hoher Wasserschaden an Technik und Inventar möglich
- Aufwändige Steuerung (Kopplung mit Brandmeldeanlage zwingend)
Normen / Vorschriften
- DIN EN 12259 (Komponenten von Sprühwasseranlagen)
- VdS CEA 4001 (Abschnitte zu Sprühflut- und Sprühwasserlöschanlagen)
- Nationale Sondervorschriften je nach Schutzobjekt (z. B. Industrieanlagen)