Hochdruck-Wassernebellöschanlagen
Präzise Hochdrucksysteme für maximale Brandsicherheit bei minimalem Wassereinsatz.
Hochdruck-Wassernebellöschanlagen – Moderne Löschtechnik mit maximaler Effizienz.
Definition / Grundprinzip
Hochdruck-Wassernebelanlagen sind eine spezielle Form der Wassernebeltechnik, bei der Wasser mit sehr hohem Druck (typischerweise > 16 bar, häufig bis zu 200 bar) über Düsen zerstäubt wird.
Dadurch entstehen ultrafeine Tröpfchen, die eine besonders effektive Kühlung und Sauerstoffverdrängung bewirken.
Hochdruck trifft Präzision – so entsteht der schützende Nebel.
Funktionsweise
- Wasser wird mit Pumpen oder Druckgas auf hohen Druck gebracht.
- Düsen zerstäuben das Wasser in extrem kleine Tröpfchen (ca. 50–200 µm).
- Die Tropfen verdampfen sehr schnell und entziehen dem Brand große Mengen Wärme.
- Gleichzeitig verdrängt der entstehende Wasserdampf den Sauerstoff.
- Aktivierung erfolgt automatisch durch Brandmelder oder manuell.
Perfekter Schutz für empfindliche und wertvolle Umgebungen.
Einsatzbereiche
- Rechenzentren, Serverräume, Telekommunikationsanlagen
- Archive, Bibliotheken, Museen (wo Wasserschäden minimiert werden müssen)
- Offshore-Plattformen, Schiffe, Maschinenräume
- Chemie- und Industrieanlagen mit hohem Brandrisiko
Vor- und Nachteile
- Vorteile
- Sehr hoher Löscheffekt bei geringem Wasserverbrauch
- Minimaler Folgeschaden durch Wasser
- Geeignet für sensible und hochwertige Bereiche
- Sehr schnelle Kühlwirkung
- Nachteile
- Aufwendige Technik (Pumpen, Rohrnetz, Düsen)
- Höhere Anschaffungs- und Wartungskosten
- Teilweise eingeschränkte Zulassungen je nach Anwendungsbereich
Normen / Vorschriften
- CEN/TS 14972 (Wassernebelanlagen, Hoch- und Niederdruck)
- VdS 3188 (Planung und Einbau von Hochdruck-Wassernebelanlagen)
- Anerkennung durch internationale Versicherer wie FM Global