Niederdruck-Wassernebellöschanlagen
Effiziente und ressourcenschonende Brandbekämpfung mit moderatem Druck.
Niederdruck-Wassernebellöschanlagen – Effiziente Brandbekämpfung mit moderatem Druck.
Definition / Grundprinzip
Niederdruck-Wassernebelanlagen arbeiten wie Hochdrucksysteme mit fein zerstäubtem Wasser, allerdings bei einem deutlich niedrigeren Druck (typischerweise < 16 bar).
Sie kombinieren die Vorteile klassischer Sprinklertechnik mit den Effekten der Wassernebeltechnologie.
Technik, die durch Einfachheit überzeugt.
Funktionsweise
- Wasser wird über Pumpen oder die Trinkwasserversorgung mit moderatem Druck in die Düsen geleitet.
- Spezielle Düsen erzeugen Tröpfchen im Millimeter- bis Submillimeterbereich.
- Der Nebel kühlt den Brandherd und reduziert die Strahlungswärme.
- Sauerstoffverdrängung tritt in geringerem Maße auf als bei Hochdrucksystemen.
- Aktivierung erfolgt automatisch über Brandmelder oder manuell.
Zuverlässiger Schutz ohne aufwendige Hochdrucktechnik.
Einsatzbereiche
- Gebäude mit sensibler Infrastruktur (z. B. Krankenhäuser, Hotels)
- Produktions- und Lagerstätten
- Bereiche, in denen eine moderate Reduzierung des Wasserverbrauchs gewünscht ist, ohne Hochdrucktechnik einzusetzen
- Ersatz oder Ergänzung klassischer Sprinkleranlagen
Vor- und Nachteile
- Vorteile
- Einfachere Technik als Hochdrucksysteme
- Geringerer Wasserverbrauch als bei Sprinkleranlagen
- Weniger Installationsaufwand (teilweise Nutzung bestehender Wasserleitungen möglich)
- Nachteile
- Geringere Effizienz bei der Sauerstoffverdrängung im Vergleich zu Hochdrucksystemen
- Wassertröpfchen größer → weniger schnelle Verdampfung, geringere Kühlleistung
- Teilweise eingeschränkte Anwendungszulassungen
Normen / Vorschriften
- CEN/TS 14972 (Technische Spezifikation für Wassernebelanlagen)
- VdS 3188 (Richtlinien für Hoch- und Niederdruck-Wassernebelanlagen)
- Nationale Bauvorschriften und Versicherungsanforderungen