Wandhydrantenanlagen
Manuelle Brandbekämpfung im Gebäude – zuverlässig, sofort einsatzbereit und normgerecht.
Wandhydrantenanlagen – Zuverlässige Löschwassertechnik für den Ernstfall.
Definition / Grundprinzip
Wandhydrantenanlagen sind fest installierte Löschwasseranlagen in Gebäuden, die im Brandfall eine manuelle Brandbekämpfung durch Personen ermöglichen.
Sie bestehen aus in Wänden integrierten Hydrantenkästen mit formstabilen Schläuchen oder Druckschläuchen.
Einfach, direkt und jederzeit einsatzbereit.
Funktionsweise
- Im Wandhydrantenschrank befinden sich:
- Löschwasserleitung (angeschlossen an die Trinkwasserversorgung oder eine Löschwasserleitung „nass/trocken“)
- Schlauch mit Strahlrohr
- Absperrventil und Armaturen
- Der Nutzer zieht den Schlauch ab, öffnet das Ventil und bekämpft den Brand direkt mit Wasser.
- Es gibt zwei Haupttypen:
- Typ S (Schlauchanschluss): für die Feuerwehr
- Typ F (Formstabiler Schlauch): für Laienbedienung
Sicherheit für öffentliche, gewerbliche und industrielle Bereiche.
Einsatzbereiche
- Öffentliche Gebäude (Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude)
- Industrie- und Bürogebäude
- Verkaufsstätten, Versammlungsstätten
- Tiefgaragen und Lagerhallen
Vor- und Nachteile
- Vorteile
- Jederzeit verfügbar und sofort einsatzbereit
- Ermöglichen erste Brandbekämpfung noch vor Eintreffen der Feuerwehr
- Versorgen die Feuerwehr im Ernstfall mit Wasser
- Nachteile
- Abhängig von der Bedienung durch Personen (kein automatischer Betrieb)
- Gefahr durch unsachgemäße Nutzung
- Wasserfolgeschäden bei Einsatz
Normen / Vorschriften
- DIN 14461 (Wandhydrantenanlagen – Ausführung und Ausstattung)
- DIN EN 671 (Schlauchsysteme in Wandhydranten)
- DIN 1988 (Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen, bei Anschluss an Trinkwassernetz)
- Landesbauordnungen und Sonderbauverordnungen