Wassernebellöschanlagen
Moderne Systeme für präzise und effiziente Brandbekämpfung.
Wassernebellöschanlagen – Moderne Systeme für präzise Brandbekämpfung.
Definition / Grundprinzip
Wassernebelanlagen sind stationäre Löschanlagen, die Wasser unter Druck in extrem feine Tröpfchen zerstäuben.
Durch den „Nebel“ entsteht eine sehr große Reaktionsoberfläche, die Flammen schnell kühlt und Sauerstoff verdrängt.
Sie gelten als moderne Alternative zu klassischen Sprinkler- oder Sprühflutanlagen.
Hochdruck trifft Präzision – so entsteht der schützende Nebel.
Funktionsweise
- Wasser wird mit Pumpen oder Druckgas auf hohen Druck gebracht.
- Spezielle Düsen zerstäuben das Wasser in Tropfen mit < 1 mm Durchmesser.
- Der Nebel wirkt auf drei Arten:
- Kühlung: starke Wärmeaufnahme durch Verdampfung
- Verdrängung von Sauerstoff: durch Verdampfung entsteht Wasserdampf, der den Sauerstoffgehalt senkt
- Abschirmung: der Nebel reduziert Strahlungswärme und verhindert Brandausbreitung
- Die Aktivierung erfolgt automatisch über Brandmelder oder manuell.
Perfekter Schutz für empfindliche und wertvolle Umgebungen.
Einsatzbereiche
- IT- und Serverräume (minimiert Wasserschäden)
- Museen, Archive, Bibliotheken (schutz sensibler Güter)
- Offshore-Anlagen, Schiffe, Maschinenräume
- Industrieanlagen mit brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen
Vor- und Nachteile
- Vorteile
- Geringer Wasserverbrauch im Vergleich zu Sprinkler- oder Sprühflutanlagen
- Minimierung von Wasserschäden (geeignet für sensible Bereiche)
- Effektiv gegen Flüssigkeits- und Gasbrände
- Nachteile
- Höhere Investitionskosten
Normen / Vorschriften
- CEN/TS 14972 (Technische Spezifikation für Wassernebelanlagen in Europa)
- VdS 3188 (Planung und Einbau von Hoch- und Niederdruck-Wassernebelanlagen)
- Anerkennungen durch FM Global oder andere internationale Zertifizierer