Gaslöschanlagen
Rückstandsfreie und hocheffektive Brandbekämpfung mit gasförmigen Löschmitteln.
Gaslöschanlagen – Effektiver Brandschutz ohne Wasser.
Definition / Grundprinzip
Gaslöschanlagen sind stationäre Löschsysteme, die anstelle von Wasser oder Schaum gasförmige Löschmittel einsetzen.
Sie sind besonders geeignet für Bereiche, in denen Wasser oder Schaum unzulässig wären (z. B. Elektronik, Archive).
Das Löschprinzip beruht auf Verdrängung von Sauerstoff oder Unterdrückung der Flammenreaktion.
So funktioniert das Löschsystem ohne Wasser und Schaum.
Funktionsweise
- Die Löschgase werden in Druckbehältern gespeichert (meist 25–300 bar).
- Bei Auslösung öffnen Ventile, und das Gas wird über Rohrleitungen in den geschützten Raum eingeleitet.
- Das Gas verteilt sich gleichmäßig und senkt die Sauerstoffkonzentration bzw. unterdrückt die Verbrennung chemisch
- Aktivierung erfolgt automatisch über die Brandmeldeanlage (zweifache Branddetektion vorgeschrieben) oder manuell.
Überall dort, wo Wasser mehr schadet als nützt.
Einsatzbereiche
- Rechenzentren und Serverräume
- Museen, Archive, Bibliotheken
- Elektrische Schalt- und Steueranlagen
- Laborbereiche, medizinische Einrichtungen
- Schiffe, Offshore-Anlagen
Vor- und Nachteile
- Vorteile
- Rückstandsfreie Brandbekämpfung (kein Wasser- oder Schaum-Schaden)
- Sehr schnelle und effektive Löschung
- Geeignet für sensible und hochwertige Bereiche
- Nachteile
- Gefahr für Personen (z. B. Erstickungsgefahr durch Sauerstoffverdrängung)
- Aufwendige und teure Installation
- Regelmäßige Dichtigkeits- und Funktionsprüfungen notwendig
Normen / Vorschriften
- DIN EN 15004 (Gaslöschanlagen – Planung, Installation und Wartung)
- ISO 14520 (Internationale Norm für Gaslöschanlagen)
- VdS 2093 (Gaslöschanlagen in Deutschland)
- Baurechtliche Vorgaben und TRGS (Technische Regeln für Gefahrstoffe)